Fast täglich ein Notfall

Breites Behandlungs-Spektrum im Druckkammerzentrum Rhein-Main-Taunus

Foto Druckkammerzentrum Rhein-Main-Taunus

Wiesbaden, 24. Februar 2014. Im letzten Jahr wurden fast 300 Notfälle im Druckkammerzentrum Rhein-Main-Taunus behandelt. Neben akuten Notfällen wie Kohlenmonoxid-Vergiftungen, Tauchunfällen oder Gasbrand werden aber auch chronische Erkrankungen wie der diabetische Fuß erfolgreich in Wiesbaden therapiert. Die Erfolge der Behandlungen beruhen auf dem Prinzip der hyperbaren Oxygenation, kurz HBO genannt. Dabei atmen die Patienten unter Überdruckbedingungen medizinisch reinen Sauerstoff ein und verbessern so die Versorgung des gesamten Organismus mit Sauerstoff.

Die Druckkammerzentren RMT GmbH besteht seit über 15 Jahren. Seit dem Erlass des Hessischen Sozialministeriums vom 10. Februar 2012 ist das Druckkammerzentrum Rhein-Main-Taunus sogar rund um die Uhr für die Notfallversorgung des gesamten Südwesten Deutschlands zuständig. „Oft werden Notfälle per Hubschrauber eingeflogen, da wir das einzige Druckkammerzentrum im Umkreis von 250 Kilometern sind, das auch Patienten, die zum Beispiel beatmet werden müssen, in der Überdruckkammer behandeln können. Die Therapiekammer ist so groß dimensioniert, dass Intensiv-Patienten mit Liege und allen notwendigen Geräten darin Platz finden“, sagt Michael Kemmer, Geschäftsführer Druckkammerzentrum Rhein-Main-Taunus.

Gerade die Zunahme der HBO-Therapie von Schwerstverletzten macht deutlich, wie wichtig diese innovative Therapieform ist. „Wir haben in den letzten Jahren bei der Behandlung von beatmeten Patienten eine Steigerung von über 700 Prozent. Bis Mitte Januar diese Jahres waren es bereits 36 Fälle“, so Kemmerer.

Zentrum zur Behandlung von Rauchgas-Vergiftungen

Hat ein Mensch zum Beispiel in Folge eines Wohnungsbrandes eine Rauchgasvergiftung (Kohlenmonoxid-Vergiftung) erlitten, ist höchste Eile bei der Behandlung geboten, denn  Kohlenmonoxid blockiert den intrazellulären Sauerstoff-Transport. Noch nach Wochen und Monaten können sich Spätfolgen wie Lähmungen, Gedächtnisstörungen, Verhaltensänderungen, Kopfschmerz oder Schwindel bemerkbar machen. Um dies zu verhindern, werden Rauchgasvergiftungs-Opfer in der Druckkammer mit medizinisch reinem Sauerstoff behandelt. Giftiges Kohlenmonoxid wird so schneller aus dem Körper des Vergiftungsopfers „ausgewaschen“. Eine enge Kooperation mit der Wiesbadener Berufsfeuerwehr stellt sicher, dass Opfer einer Rauchgasvergiftung bei Bedarf schnellstens im Druckkammerzentrum versorgt werden können.

Die HBO wird aber nicht nur erfolgreich bei Rauchgasvergiftungen oder der Tinnitusbehandlung angewendet. Auch bei der Therapie von schlecht heilenden Wunden, Embolien, Schalltrauma, Sportverletzungen, Brandverletzungen, Strahlenspätschäden, Knochenmarkseiterungen oder Tauchunfällen verzeichnet die HBO spektakuläre Erfolge. Beeindruckend sind auch die Erfolge bei der Behandlung des diabetischen Fußes. So konnte vielen Patienten dank der HBO eine Amputation des Fußes erspart werden.

Die hyperbare Oxygenation

Die Erfolge der Behandlungen im Druckkammerzentrum beruhen auf dem Prinzip der hyperbaren Oxygenation, kurz HBO genannt. Dabei atmen die Patienten unter Überdruckbedingungen  medizinisch reinen Sauerstoff ein. Je nach Krankheitsbild wird der Druck in der Therapiekammer um das 1,5- bis 3-fache des Normaldrucks angehoben. Dadurch wird zusätzlich zum eingeatmeten Sauerstoff mehr Sauerstoff im Blut gelöst. Der Sauerstoffgehalt des Blutes steigt um den Faktor 20. Damit erhalten Körperbereiche, die wegen ihrer Lage oder wegen Vorschädigungen schlecht mit Sauerstoff versorgt werden, das lebenswichtige Gas in ausreichender Menge. Der Heilungsprozess wird nebenwirkungsfrei beschleunigt.

Die 19 Tonnen schwere Druckkammer Starmed 2200 wurde so konzipiert, dass eine stressfreie Atmosphäre gegeben ist. Die Technik der Druckkammer ist verdeckt, der Patient sitzt entspannt in Kontursesseln und kann während der Behandlung lesen oder über Kopfhörer Musik hören. Die Betreuung intensiv- und beatmungspflichtige Patienten ist mittels spezieller Monitoringsysteme und ausgebildetem Personal jederzeit gewährleistet.

Wissenschaftskongress im September

Vom 24. bis 27. September 2014 wird die 40ste wissenschaftliche Jahrestagung zur HBO-Medizin in Wiesbaden stattfinden. Hier werden die Referenten dem internationalen Auditorium die neuesten Ergebnisse aus der HBO-Forschung in den Räumen der Wiesbadener Casino-Gesellschaft vorstellen.

Pressekontakt:
Michael Kemmerer, Geschäftsführer Druckkammerzentren Rhein-Main-Taunus, Tel. 0611-847-27170

Mail:  m.kemmerer@hbo-rmt.de

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