Pflege in der Psychiatrie

Anspruchsvoll, abwechslungsreich und nie langweilig

Die pflegerische Tätigkeit in der Psychiatrie hat einiges gemeinsam mit der Pflege im Krankenhaus. Und doch unterscheidet sie sich in vielen Bereichen von den üblichen Tätigkeiten in einer Akutklinik. Neben Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis gehört auch ein hohes Maß an kommunikativer Kompetenz zu den außergewöhnlichen Anforderungen, die der pflegerische Umgang mit den Patienten in der Psychiatrie erfordert. Wer glaubt, hier eine "ruhige Kugel schieben zu können", der irrt. Die Arbeit ist anspruchsvoll, abwechslungsreich und nie langweilig. Für ein hohes Maß an pflegerischer Fachkompetenz sorgt das Weiterbildungsprogramm "Asklepios Fachqualifikation Psychiatrische Pflege". Das gibt es so nur bei Asklepios und ist einmalig in Deutschland.

"Einer der wichtigsten Voraussetzungen für die erfolgreiche pflegerische Arbeit in der Psychiatrie ist die Fähigkeit, eine vertrauensvolle Beziehung zum Patienten aufzubauen. Dies geschieht durch intensive Gespräche. Daher ist die intensive Kommunikation mit den Patienten eine der entscheidenden Grundlagen, auf denen die Behandlung fußt", sagt Frank Schmitz, Pflegedienstleiter an der Asklepios Klinik für Psychische Gesundheit Langen.

Während der allgemeinen dreijährigen Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger stehen nur 5 bis 6 Wochen zum Kennenlernen der Psychiatrischen Pflege zur Verfügung. "Das ist entschieden zu wenig. Deshalb haben wir im ersten Schritt mit dem Regierungspräsidium vereinbart, zusätzliche Praktika über 50 Wochen bei einzelnen, ausgesuchten Auszubildenden in die Ausbildung zu integrieren. Nur so erhalten die jungen Leute einen tieferen Einblick in die pflegerische Arbeit innerhalb der Psychiatrie und können auf Basis dieser Erfahrungen entscheiden, ob sie zukünftig bei uns tätig sein wollen", so Schmitz. 

Das Fortbildungsprogramm "Asklepios Fachqualifikation Psychiatrische Pflege"

Um die notwenigen fachlichen und persönlichen Kompetenzen aufzubauen, ist es notwendig, sich nach der dreijährigen Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger weiter zu qualifizieren. Deshalb haben sich die Psychiatrischen Kliniken des Asklepios Konzerns zusammengeschlossen und ein eigenes anspruchsvolles Fortbildungsprogramm erarbeitet, die "Asklepios Fachqualifikation Psychiatrische Pflege". Darüber hinaus ist geplant, zukünftig einen Bachelor-Studiengang "Psychiatric Nurse" anzubieten.

Die für Asklepios-Mitarbeiter psychiatrischer Fachkliniken entwickelte Fortbildungsreihe besteht aus acht Modulen zu je 40 Stunden. Interessierte Mitarbeiter können sowohl an einzelnen Modulen, als auch an allen acht Modulen in beliebiger Reihenfolge teilnehmen. Die Fortbildungsreihe ist speziell auf Kolleginnen und Kollegen zugeschnitten, die neu in den Arbeitsbereich eingestiegen sind und schließt mit einem Zertifikat nach einer Mindestteilnahme von 200 Stunden ab.   

"Der Beruf der Pflege in der Psychiatrie ist sehr abwechslungsreich und interessant. Da die internen Hierarchien sehr flach gehalten werden, läuft die Zusammenarbeit von Pflege, Psychiatern, Psychologen, Sozialarbeitern und Physiotherapeuten eng und auf Augenhöhe ab. Therapiekonzepte werden gemeinsam entwickelt und umgesetzt. Oft geht man dabei an die eigenen Grenzen. Aber man wird dabei nie allein gelassen. So helfen externe Supervisoren, mit den Belastungen umgehen zu lernen", sagt Schmitz.

Auch Notfallsituationen werden professionell trainiert. So gibt es an der Langener Klinik für Psychische Gesundheit drei ProDeMa-Trainer. Das Kürzel steht für "Professionelles Deeskaltionsmanagement" und beinhaltet ein Schulungskonzept, um allein durch Sprache Aggressionen abzubauen oder sie erst gar nicht entstehen zu lassen. "Dank unseres differenzierten Weiterbildungskonzepts sind wir in der Lage, immer angemessen mit unseren Patienten umgehen zu können. Die Tätigkeit im multiprofessionellen Team macht Spaß, Sinn und ist sehr befriedigend", so Schmitz.

Ein kurzer Ausblick in die Zukunft

Die Pflege in der Psychiatrie entwickelt sich ständig weiter und passt sich damit an die sich ändernden Umstände an. Ein Trend der sich zurzeit abzeichnet heißt "Ambulantisierung". Darunter wird die Tendenz verstanden, die Psychiatrische Pflege weiter in den ambulanten Bereich auszudehnen. "Das kann dann notwendig werden, wenn Patienten so krank sind, dass sie eine Klinik nicht aufsuchen können. So können zum Beispiel Psychotiker so starke Ängste vor dem Klinikaufenthalt entwickeln, dass ein stationärer Aufenthalt unmöglich wird. Hier springt dann die ambulante Psychiatrische Pflege, gemeinsam mit dem Arzt, ein und bietet so eine stations-äquivalente Behandlung Zuhause an. Ein weiteres hochinteressantes Betätigungsfeld in der modernen Psychiatrischen Pflege", erläutert Schmitz.

Übrigens: alle, die sich für eine Beschäftigung oder Qualifizierung in der Psychiatrischen Pflege interessieren, können sich unter der 06103-912-4080 mit Frank Schmitz, Pflegedienstleiter, in Verbindung setzen.

 

Pressekontakt: Philipp Heistermann, Geschäftsführer, Tel. 06103-912-4004

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