Modernste Endoskopie Wiesbadens eröffnet

Asklepios Paulinen Klinik bei Diagnose und Therapie von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes jetzt auch im nationalen Vergleich auf Top-Niveau

Team Foto by Andrea Schombara

Im August 2020: Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen und wesentlichen Erweiterungen hat jetzt die neu gestaltete Endoskopie-Abteilung an der Asklepios Paulinen Klinik (APK) ihren Betrieb aufgenommen. Ausgestattet mit den modernsten zur Zeit erhältlichen Geräten, sind nun alle endoskopischen Eingriffe auf höchstem Niveau möglich. Die Fachbereichsleitung hat als Leitender Oberarzt Dr. Jens Wetzka übernommen. Die Gesamtverantwortung der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Onkologie und Pneumologie liegt bei Chefärztin Prof. Dr. Andrea May.

Fast 6 Monate hat die Neugestaltung des Endoskopie-Bereiches in Anspruch genommen. Durch die Umbaumaßnahmen konnten mehr Endoskopieräume geschaffen und medizin-technisch mit Geräten der beiden Marktführer auf den neuesten Stand gebracht werden. Das eingesetzte ERCP Gerät (Endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) ist deutschlandweit das erste Gerät dieser Art. „Wir sind nun in der Lage, diagnostisch und therapeutisch alle endoskopischen Eingriffe anzubieten. Außerdem haben wir jetzt eine eigene neue Durchleuchtungseinheit, um die zum Teil sehr komplexen endoskopischen Eingriffe direkt vor Ort durchführen zu können. Die hochmoderne Technologie ermöglicht Bilder in HD-Auflösung. Auch virtuelle Färbetechniken sind möglich, um Gewebestrukturen noch besser darstellen zu können. Und unterschiedlichste Zoomtechniken lassen starke Vergrößerungen zu. So sind wir in der Lage, Veränderungen noch zuverlässiger beurteilen zu können “, so Dr. Wetzka.

Verbesserte Patientensicherheit und mehr Komfort

Um die Abläufe zu optieren und damit die Sicherheit und den Komfort für die Patienten zu erhöhen, wurde neben der bereits erwähnten Röntgenanlage auch  eine größere Aufwacheinheit eingerichtet. Das bedeutet im Gegensatz zu früher sehr kurze Transportwege für die Patienten. Darüber hinaus wurden die Untersuchungsräume bewusst sehr groß angelegt, um stets genügend Bewegungsfreiheit zu haben. Dank Deckenversorgung und mobiler Endoskopie-Einheiten können alle Räume individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.

Nicht zuletzt bietet die Verwendung von CO2 zum Aufblasen des Darms für Untersuchungszwecke gegenüber der Nutzung der normalen Raumluft deutlich mehr Komfort für den Patienten. CO2 wird rund 150 Mal schneller vom Körper aufgenommen und kann so schnell und unbemerkt über die Lunge abgeatmet werden. So werden Blähungen und Bauchschmerzen zum Beispiel nach einer Darmspiegelung, wie sie bisher bei Verwendung von normaler Raumluft aufgetreten sind, vermieden.  

Erweiterung Diagnose- und Therapiekapazitäten – weniger Wartezeiten

Die umfangreichen Umbaumaßnahmen erweitern die Diagnose- und Behandlungskapazitäten bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der damit verbundenen Organe deutlich. Sie garantieren auch die schnelle und sichere Behandlung von mehr Patienten – die Wartezeiten reduzieren sich signifikant.

„Die technischen Verbesserungen erlauben große diagnostische Fortschritte, weil wir durch die hervorragende Bild-Auflösung immer mehr sehen können. Neben der Diagnose haben wir als zweiten Schwerpunkt die operative Endoskopie. Das bedeutet, wir können mit Hilfe des Endoskops viele Erkrankungen minimal-invasiv heilen oder verbessern, ohne dass im klassischen Sinne chirurgisch operiert werden muss“, sagt Prof. May. So werden die Patienten bei endoskopischen Eingriffen weniger als bei der herkömmlichen Chirurgie belastet, da natürliche Körperöffnungen wie Mund und After genutzt werden, um in den eigentlichen Behandlungsbereich vorzudringen.

„Wir alle fühlen uns in der neuen Endoskopie sehr wohl“, betont Prof. May. „Ich darf sagen, dass es sich um die schönste Endoskopie-Abteilung handelt, in der ich bisher gearbeitet habe. Das angenehme Klima führt auch dazu, dass sich die Patienten wohler fühlen und so weniger Angst haben, und das ist immer ein gutes Zeichen“, fügt Prof. May hinzu.

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